#grassermovies
Die österreichische Twitteria im Ausnahmezustand. Es scheint gerade nur mehr ein Thema zu geben: #grassermovies Lesen lohnt!
Unglaublich, wie schnell sich ein Thema in Twitter festfressen kann; 100e oder 1000e Twitteranten beteiligen sich innerhalb von wenigen Stunden an dem Spiel, passende Titel für einen Grasser-Film zu finden. Und wahrscheinlich wird auch jemand diesen Film machen.
Weiß jemand, wie man den ersten Tweet zu #grassermovies finden kann?
Und hier meine Lieblings #grassermovies:
2010
2010 war aufregend. Es gab einige unerwartete Wendungen. Und das ist gut so.
Im Frühjahr habe ich aufgehört, bei Wolf Theiss zu arbeiten. Was mir abgeht, ist mein Team – Agnes, Peter, Kathi, Johanna, Rudi, Michi, Amela.
Es folgten ein paar Monate, in denen ich mich hauptsächlich um mein Studium, um meine Dissertation zur dialogorientierten Online-PR gekümmert habe. Ich spürte sehr viel Freiheit. Ich konnte auch wieder regelmäßig schwimmen gehen. Und viele kleinere Reisen machen. Und eine größere im September nach China und Tibet.
Im Sommer hat mich meine Dissertation zurück zum ÖAMTC geführt, meinem ehemaligen, langjährigen Arbeitgeber. Es war ein schönes Wiedersehen; ich bekam viel Unterstützung für meine Dissertation. Und ich konnte auch an einem spannenden Projekt der Öffentlichkeitsarbeit mitarbeiten. Ich mag den ÖAMTC sehr.
Schließlich habe ich im Oktober bei der Wiener Zeitung begonnen: Beruflich geht es hier um Webprojekte, die mich immer wieder begeistern.
Das Schönste an 2010: Ich habe in diesem Jahr mit allen Arbeitgebern meines bisherigen Berufslebens zusammengearbeitet und gleichzeitig das intensivste Uni-Jahr seit langem gehabt. Meine Dissertation ist jetzt fast abgeschlossen. 2010 war eine wunderbare Melange aus praktischer und theoretisch-wissenschaftlicher Beschäftigung mit Kommunikation im Web.
Schön war”s! Und ich wünsche mir auch ein spannendes 2011.
Social Media: eine Überraschung
Ich bin überrascht. Bisher dachte ich: Social Media sorgt für gute Beziehungen. Zwischen Privatmenschen, zwischen Unternehmen und Privatmenschen / Kunden / Journalisten, etc.
Jetzt habe ich endlich Daten (recht viele, über 4000 User haben an meiner Befragung teilgenommen), um das zu überprüfen. Und siehe da – was sagt der erste Blick?
Nutzer von klassischen Web-Angeboten eines Unternehmens (Corporate Website, Newsletter, etc.), die kaum dialogorientiert sind, zeigen tendenziell bessere Werte in den Bereichen Vertrauen, Zufriedenheit, Gleichberechtigung und Verbundenheit als die Nutzer von Social Media Angeboten (Facebook, Twitter) des gleichen Unternehmens.
Ich hatte mir das umgekehrt vorgestellt. Was ist da passiert?
Es gibt wohl ein paar ganz gute Erklärungen und auch Relativierungen dieser Erkenntnis:
- Natürlich war das eine Momentaufnahme mit unterschiedlichen Voraussetzungen. Die klassischen Web-Angebote gibt es seit Jahren. Wer diese kennt, nutzt sie vielleicht schon lange und hat daher schon eine tiefere Beziehung zu dem Unternehmen aufgebaut. Die Social Media Angebote sind relativ neu – werden seit etwa 1 Jahr intensiver genutzt – und daher braucht die Beziehungsentwicklung zu den Usern in Facebook und Twitter noch etwas Zeit.
- Die Kontakte in Social Media Plattformen könnten auch grundsätzlich anderer Natur sein: Vielleicht sind das jüngere Leute, kritischere Leute (gemeint ist auch: unbequemere, streitlustigere Leute). Vielleicht sind Social Media Plattformen auch gerade für Leute, die einem Unternehmen nicht so nahe stehen eine Möglichkeit, einen sehr losen Kontakt zu halten. Ah, da sind sie, die Weak Ties.
Ich glaube daher weiterhin, dass Social Media Aktivitäten sehr wohl zu guten Beziehungen führen können. Doch das eine Frage der Zeit einerseits und eine Frage der Teilöffentlichkeiten, mit der ich auf diesem Weg in einen Dialog treten kann, andererseits.
Zu den Weak Ties und Social Media ist mir gerade heute ein Video untergekommen, das da ganz gut passt:
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