Archive for Februar, 2007

Neues Kommunikationsmodell

Eine kurze, subjektive Zusammenfassung der Tagung „Journalismus online: Partizipation oder Profession“ (22.-24.2. in München, Deutsche Gesellschaft für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft):

  1. Neues Kommunikationsmodell für Journalismus – Dialog mit Usern ist möglich; Hybridformate in der Vermittlung (redaktionelle Contents + User-generated contents) entstehen und werden erfolgreich sein.
  2. Googleisierung: Google ist DAS Recherchewerkzeug für Journalisten, das geht v.a. zu Lasten von Vor-Ort-Recherche
  3. Bürgerjournalisten: haben meist keine eigenen Blogs oder Websites, Themen aus dem privaten Bereich (keine typischen Nachrichten-Themen aus Politik, Wirtschaft, etc.), Auswahl nach persönlicher Betroffenheit – Ergänzung zu traditionellem Journalismus
  4. Professionell-partizipative Nachrichtensites sind ein neues, nachhaltiges Phänomen. Motivation: User-Bindung
  5. Trend Redaktionsblogs: Blatt- oder Textkritik intern/extern (von Online- und/oder Print-Angeboten), Einführung meist durch Online-Redaktionen, Print immer sehr zurückhaltend/ablehnend
  6. Panel-Diskussion mit Chefredakteuren von BR-Online, jetzt.de und focus.de, Podcasterin von „Schlaflos in München“:
    • der Umgang mit User-Feedback ist oft noch ungewohnt (siehe „Irritation Dialog„)
    • Podcasts: sind vor allem mit hohem Wort-Anteil erfolgreich, werden nur zum Teil (weniger als 50%) auch mobil (iPod) genutzt.
  7. Mobile Contents: Video-Inhalte beliebt, kurze Clips on demand, Interaktivität.
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28.02.2007. at 16:02 Hinterlasse einen Kommentar

Suchbegriffe

WordPress meint, heute – bis jetzt – wurde dieses Blog mit folgenden Suchbegriffen gefunden:

jugend kommunikation trends 2007
e-commerce nutzung in österreich
multimedia und webdesign und studie
zielgruppen Internet 2007
online nutzung österreich
Trend; Lokalisierung; Web 2.0
neue +Websites+2007
macht 2.0 web dumm?

Besonders die letzte Zeile gefällt mir 😉 Weiß irgendjemand, wie verlässlich diese Angaben sind? Und ob das Google betrifft? Andere Suchmaschinen?

Interessant wäre es auch, die Suchbegriffe über einen längeren Zeitraum zurück beobachten zu können – so könnte man sehen, wie sich das Interesse der Suchenden verändert.

26.02.2007. at 22:37 1 Kommentar

Irritation Dialog

Dialog – Irritation des Web 2.0?! Die Tagung „Journalismus online: Partizipation oder Profession“ (hier angekündigt) drehte sich zum Teil um dieses Thema.

Das Web 2.0 steckt noch in den Kinderschuhen. Dialog im Internet ist – auch wenn es schon lange Jahre Foren gibt und manche Websites Vorreiter sind – für viele Organisationen ungewohnt.

Ein paar Aussagen aus der Podiumsdiskussion vom 23.02. beleuchten diesen Aspekt:

  • Jochen Wegner (CR FOCUS Online): „Wir versuchen die Leute dazu zu bewegen, sich irgendwie zu unseren Artikeln zu verhalten“
  • Annik Rubens (Schlaflos in München): „Die Kommentarfunktion habe ich abgedreht. Ich erhöhe die Schwelle für die Interaktion. Also – zurück zu Web 1.5“
  • Dirk von Gehlen (CR jetzt.de): „Entweder ich steuere das Feedback selber oder andere machen es.“

Im Grunde drehte sich die Diskussion – das merkte man auch bei den Publikusfragen und -kommentaren – um die Frage, wie viel Dialog mit den und unter den UserInnen man zulassen soll, an welcher Stelle und in welcher Form, wie man auf Kommentare regieren soll oder auch nicht, welche „Schwellen“ (z.B. Registrierung) es geben soll, wie man damit umgeht, wenn die User-Beiträge „off topic“ sind, wie man Beleidigungen wegsteckt, etc.

Dass es in der Praxis höchst unterschiedliche Ansätze gibt, wird ebenfalls aus den Zitaten klar. Wie es scheint, ist es auch sehr situations- und organisationsabhängig, welche Form des Dialogs passend ist. Die Kommunikationswissenschaft hat hier auch noch keine fertigen Modelle vorzuweisen – man nähert sich vorerst mit deskriptiven Analysen.

Ich glaube, der Dialog im Internet ist jedenfalls etwas, womit sich viele Organisationen beschäftigen sollten. Einerseits, weil die Internet-UserInnen zunehmend mehr davon fordern, andererseits, weil er insbesondere aus PR-Sicht Möglichkeiten für gestärkte Beziehungen zu den relevanten Teilöffentlichkeiten bietet.

Mir scheint es sinnvoll, sich mit einiger Vorüberlegung und einzelnen Versuchsballons einem Dialog zu nähern. Auf diesem Weg helfe ich gerne 😉

Eine Übersicht über viele Vorträge auf der Konferenz gibt’s auf dem Blog von Jan Schmidt. Er verweist auch auf einen Videomitschnitt von Teilen der Diskussion (erstellt von Gabriele Hoofacker).

26.02.2007. at 18:02 Hinterlasse einen Kommentar

Definitionsversuche Web 2.0

Jetzt ist es so weit. Hier gibt es eine Definition viele Definitionen, was denn unter Web 2.0 verstanden wird. Damit löse ich einen Teil meines Versprechens ein, ein wenig Licht in die Nebel rund um die neuen buzzwords aus dem Internet-Bereich zu bringen.

Web 2.0 …

„ist Veränderung
„bedeutet für Unternehmen: Öffnung, Transparenz, Flexibilität“ (Alexander Szlezak)

„hat mit Kommunikation zu tun“ (Thomas N. Burg)

„steht […] für ein durch technische Lösungen einfach zu bedienendes «Internet zum Mitmachen»“ (Fisch/Gscheidle)

heißt, dass der „aktive Konsument und Produzent [..] im Fokus [steht], der über Blogs, Podcasts, Foren, Tauschbörsen, Bildergalerien etc. aktiv am Geschehen teilnimmt“ (van Eimeren/Frees)

„besteht aus Technologie (v.a. Ajax), veränderten Anwendungen (neue Sichtweisen) und im Kern geht es um eine neue Aufmerksamkeitsökonomie
„Die wesentlichen technologischen Elemente des Web 2.0 sind bereits seit 2000 bekannt. Allerdings verstehen wir erst jetzt, wie die Technologie gut eingesetzt werden kann“ (Clemens Cap)

„beschreibt eher vage eine veränderte Wahrnehmung und Benutzung des WWW. Hauptaspekt aus organisatorischer Sicht: Benutzer erstellen und/oder bearbeiten im Internet bereitgestellte Inhalte in zunehmendem Maße selbst. Typische Beispiele hierfür sind Wikis, Weblogs sowie Bild- und Video-Sharing-Portale“ (de.Wikipedia.org, 21.02.2007)

„steht für eine dialogorientierte Nutzung des Web“ (Christian Burger)

Auf PR-Consulting.at habe ich einen kurzen wissenschaftlichen Text zu diesem Thema veröffentlicht.

Update (27.02.2007): Da Bilder bekanntlich oft recht gut hängenbleiben, hier eine ganz gute Darstellung:

Web 2.0

Quelle: result:

21.02.2007. at 16:34 2 Kommentare

„Web 2.0 ist Veränderung“

… eine banal anmutende Erkenntnis von Alexander Szlezak (gentics.com) auf der future network Veranstaltung vom 19.02.2007 zum Thema Web 2.0. – Herausforderung oder Hype?

Web 2.0 - Veränderung

So banal ist das nun auch wieder nicht. Die Veränderung betrifft einerseits die Internet-User, die anfangen das Internet anders zu benutzen. Nämlich nicht bloß als ein Verzeichnis von Unternehmens-Visitkarten oder bestenfalls Informationsplattform. Sie fangen an, das Internet in immer mehr Lebensbereiche zu integrieren, aktiver zu benutzen, in unterschiedlicher Tiefe für Kommunikationsbedürfnisse einzusetzen und für soziale Kontakte heranzuziehen.

Was heißt das jetzt aus Organisations-Sicht?

Web 2.0 - Transparenz, Öffnung, Flexibilität

Genau das: eine Öffnung, ein Einlassen auf das Ungewisse, Transparenz und der Wille, sich stets weiterzuentwickeln und zu Mut zur Veränderung. Das klingt nicht nur ganz nach den PR-Zielsetzungen moderner Ausprägung – das ist der Kern von Öffentlichkeitsarbeit.

21.02.2007. at 13:25 Hinterlasse einen Kommentar

„Web 2.0 hat mit Kommunikation zu tun“

… das sagte heute Thomas N. Burg auf einer future network Veranstaltung zum Thema Web 2.0. – Herausforderung oder Hype?

Besonders interessant habe ich seinen Hinweis darauf gefunden, dass Internet-Kommunikation (und zwar dialogische Kommunikation) durchaus sehr verschiedene Formen annehmen kann, je nachdem wie involviert ein User ist.

So sind User zunächst Leser, wenige setzen Favoriten, noch weniger verwenden Tags. Kommentare zu schreiben oder sich für etwas anzumelden zeugt bereits von hohem Involvement. Und nur sehr wenige User sind bereit, Photos oder ähnliches mit anderen Usern zu teilen, Networking aktiv zu betreiben oder Inhalte im Web selbst zu verfassen.

Ich denke: Dieses Kontinuum sollte man berücksichtigen, wenn man Web 2.0 Anwendungen für PR-Zwecke einsetzen will. Je nach Zielgruppe und Involvement dieser User gilt es, die passenden Möglichkeiten zur Artikulation zur Verfügung zu stellen.

19.02.2007. at 20:12 Hinterlasse einen Kommentar

Freier Videocontent

Das Wall Street Journal will seine Videos im Internet verbreiten – für Blogger und Website-Betreiber ist es möglich, die Videos (mittels bereitgestellter Codes) in ihre eigenen Seiten zu integrieren. Vorteil für das WSJ: Contents und die darin eingebundene Werbung verbreiten sich besser im Netz. Nachteil: Der Kontext ist nicht selbst bestimmbar.

[via]

[edit 20.09.2007:] Spät aber doch habe ich mich entschlossen, den Titel diese Beitrags zu ändern. Von „Free Videos“ auf „Freier Videocontent“. Warm? Damit es zu keinen Verwechslungen mehr kommt 😉 [/edit]

16.02.2007. at 15:01 Hinterlasse einen Kommentar

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