Archive for Februar, 2007

Blog Typen

Zerfaß/Bogosyan erstellen in ihrer Blogstudie 2007 eine Typologie der Blognutzer in Deutschland:

1) Wissensdurstige (23,7%): nutzen Blogs in erster Linie um Hintergrundinformationen zu suchen; klassischen Medien trauen sie weniger als anderen Gruppen (mehrheitlich Blog-Leser)

2) aktive Konsumenten (22,8%): sind auf der Suche nach aktuellen Produktinformationen (mehrheitlich Blog-Leser)

3) Informationssucher (18,9%): sind auf der Suche nach aktuellen Nachrichten (mehrheitlich Blog-Leser)

4) Selbstdarsteller (17,7%): behaupten von sich „etwas zu sagen zu haben“ und möchten „Ärger und Kritik loswerden“ (Blog-Schreiber)

5) Social Networker (17,7%): nutzen Blogs in erster Linie um in Kontakt mit Freunden zu bleiben, neue Bekanntschaften zu knüpfen und sich mit anderen auszutauschen (Blog-Schreiber)

Blogger Typologie Zerfaß

Diese Typologie ist vor allem deshalb interessant, weil sie zeigt, dass Blogger durchaus unterschiedlich sind und keine homogene Gruppe darstellen.

Aus PR-Sicht sollte man sich daher die Frage stellen, welche Arten von Bloggern man zu seiner Zielgruppe zählt. Dies hat Auswirkungen darauf, wie Corporate Weblogs eingesetzt werden können.

[via]

15.02.2007. at 16:45 1 Kommentar

Die Web 2.0 Welt Online

Welt.de wird künftig als „Welt Online“ eine gehörige Portion Web 2.0 in der Praxis erproben, das berichtet Thomas Gigold:

  • Kommentare zu jedem Artikel – ohne Ausfilterung oder redaktionelle Kontrolle (aber keine Trackback-Funktion)
  • Tags zu jedem Artikel – von den Autoren vergeben
  • RSS-Feeds von externen Mitbewerbern (das finde ich mutig, hier scheut man nicht den direkten Vergleich und verlinkt sogar auf andere Angebote – es bleibt den UserInnen überlassen, welche Angebote sie vorziehen)
  • interne und externe Blogs: neben eigenen Redakteuren kommen auch externe BloggerInnen zu Wort
  • aber derzeit kein User Generated Content (abgesehen von den Kommentaren und externen Blogs, die genaugenommen in diese Kategorie fallen)

Neben diesen Web 2.0 Features bekommt Multimedia in Form von Pod- und Vodcasts breiten Platz. Also gibt’s für alle Zielgruppen etwas: für die „UserInnen“ Web 2.0 und für die passiveren „HörerInnen“ bzw. „SeherInnen“ etwas zur audiovisuellen Berieselung.

Bemerkenswert finde ich auch noch, dass es einen gemeinsamen Newsroom für Print- und Online-Ausgabe gibt und alle RedakteurInnen für beide Welten arbeiten.

14.02.2007. at 13:25 1 Kommentar

Internet-Nutzung in Österreich

Die größten Zuwächse bei der Internet-Nutzung in Österreich gibt es aktuell in 2 Zielgruppen:

  • Die 14- bis 19-Jährigen sind im 4. Quartal 2006 bereits zu 90% im Web (im 3. Quartal waren es noch 85% in dieser Gruppe) und
  • die Gruppe der 50- bis 59-Jährigen ist bereits zu 57% im Internet (3. Quartal: 54%)

Internet-Nutzer in Österreich (4. Quartal 2006)

Zu diesen Ergebnissen kommt die aktuellste Auswertung des Austrian Internet Monitor (AIM, vgl. mein Beitrag zum AIM 3. Quartal).

Für Public Relations heißt das:

  • Für junge Menschen in Österreich gehört das Internet zum Alltag. Diese Zielgruppe ist besonders gut und in sehr großem Ausmaß im Internet erreichbar.
  • In den ältern Zielgruppen – 50plus – setzt sich das Internet jetzt gerade durch. Mehr als die Hälfte der 50- bis 59-Jährigen sind im Internet, bei den Über-60-Jährigen sind es erst 20%. Aber: Genau in diesem Alterssegment wird es in den nächsten Jahren die größten Zuwächse geben.

Noch mehr Info zur Internetnutzung in Österreich finden Sie hier.

07.02.2007. at 13:37 2 Kommentare

Web 2.0 in der Unternehmenspraxis

Wie vor kurzem angekündigt, werde ich im April einen Vortrag zum Thema „Web 2.0 in der Unternehmenspraxis“ (IIR-Konferenz: Internet 2010) halten.

Da Web 2.0 jedenfalls mit Interaktion, Dialog und User-Generated Content zu tun hat, möchte ich die LeserInnen dieses Blogs dazu einladen, UserInnen zu werden. Was? Es wäre toll, wenn ihr Euch zum geplanten Vortrag äußert. Wie? Ganz einfach: Hinterlasst mir doch einen Kommentar am Ende dieser Seite (kein Einloggen notwendig!).

Schön wäre es, wenn auf diese Weise interaktiv und dialogisch ein Vortrag entstehen könnte. Meine bisherigen Vorstellungen über Inhalt und Ablauf sehen in etwa so aus:

Einleitung

  • kurze Vorstellung meiner Person
  • Überblick des Vortrags
  • Web 2.0 – meine Kurzdefinition: Dialog! / Interaktion durch ein Medium (nicht mit) – gilt auch für diesen Vortrag

1) Kompatibel? Die Rolle der Unternehmenskultur

  • ÖAMTC: Internet-Phasen 2000-2010
  • Web 2.0 in den einzelnen Phasen – wo gibt’s Web 2.0?
  • Unternehmenskultur: interne Kultur und Umfeld – Bedeutung für Web 2.0 (am Beispiel ÖAMTC)

2) Ziele & strategische Entscheidungen

  • Mögliche Ziele für Internet: („Visitkarte“), PR, Marketing, Vertrieb (Beispiele – Screenshots)-> meist Mischformen. Es ist wichtig, die (Teil-)Ziele bewusst zu machen!
  • Ziele der einzelnen ÖAMTC Internet-Phasen
  • Derzeit dominantes Ziel: PR – Beziehungsentwicklung (andere mögliche PR-Ziele)
  • Strategische Entscheidung: Weg zur Zielerreichung (z.B. Web 2.0 – aber nicht zwingend!!!)
  • Kennzahlen festlegen, realistische und fordernde Ziel-Werte bestimmen, Beispiele ÖAMTC

3) Wahl der Web 2.0 Instrumente: Tipps & Tricks

  • Blog oder Wiki – das ist NICHT die erste Frage
  • 4 Dimensionen der Web 2.0 Anwendungen aus Sicht der Kommunikation
  • Festlegung der gewünschten Eigenschaften, Auswahl der passenden Web 2.0 Anwendung und Anpassung

4) Organisatorische Schritte & Erfolgskontrolle

  • Web 2.0 Management wie klassischer Zyklus der Unternehmenssteuerung
  • Analyse
  • Planung (inkl Ressourcenplanung, Kostenrechnung)
  • Realisierung
  • Kontrolle (Achtung: auch laufend!)

06.02.2007. at 12:36 1 Kommentar

Kommunikation und E-Commerce

Fittkau & Maaß veröffentlichen immer wieder interessante Studien zur Internet-Nutzung. Aktuell gibt es eine Auswertung der 23. WWW-Benutzer-Analyse W3B.

Dass Web 2.0 etwas (immer mehr?) mit E-Commerce zu tun hat, ist klar. Eine interessanter Aspekt ist, inwieweit die Möglichkeit eines Dialoges von Nutzern untereinander Kaufentscheidungen beeinflussen.

Zu dieser Frage hier eine Auswertung nach Altersgruppen:

Kommunikationsplattformen auf Online-Shops (W3B)

Deutlich zu sehen: Je jünger die Zielgruppe, desto wichtiger ist es für E-Commerce Anbeiter, diesen KundInnen Raum für den Austausch von Meinungen zu den Produkten zu gewähren.

[via]

02.02.2007. at 11:35 Hinterlasse einen Kommentar

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