Archive for Mai, 2007

Wenn Blogger über Blogger bloggen …

… ist das so ähnlich wie wenn Journalisten über Journalisten journ… äh, schreiben.

Wenn ich mir so anschaue, wie viel ich über’s Bloggen gebloggt habe in letzter Zeit, frage ich mich auch, was das für einen Sinn hat. Einerseits ist es nämlich wohl wirklich so, dass vieles schon gesagt ist. Allerdings gibt’s ja gerade bei diesem Thema immer wieder neue Aspekte und manchmal ist auch Wiederholen und Neu-Verpacken hilfreich für das Verständnis einer Sache.

Andererseits stelle ich mir auch die Frage, ob Blogger nicht etwas mehr in anderen (z.B. klassischen) Medien über’s Bloggen kommunizieren sollten? Das ist jedoch nicht immer leicht, denn nicht jeder hat da einen Zugang.

Ich nehme mir jedenfalls vor, in Zukunft ein bisschen selektiver bei der Auswahl von Blog-Themen zu sein 😉 Wie sehr mich die Sache auch immer gerade beschäftigen mag 🙂

Ach ja, die Wüstenrot bloggt und darüber wird gebloggt und gebloggt … Dass das einen Sinn hat, zeigen u.a. die Antworten/Kommentare von philipp – sowohl im Wüstenrot-Blog selbst als auch bei Ed.

29.05.2007. at 13:19 1 Kommentar

Business Blogs Österreich

Hannes Treichl hat vor ein paar Tagen einen ausführlichen Beitrag zu Blogs in Österreich verfasst. Und darin auch eine viel ausführlichere Liste österreichischer Corporate Blogs zusammengestellt, als ich es getan hab.

Ein paar interessante Auszüge daraus:

  • 3 österreichische Blogs sind in den Top100 der deutschsprachigen Business Blogs vertreten.
  • „Ob ein Blog zum Unternehmer / zum Unternehmen passt, und ob damit tatsächlich Unternehmensziele erreicht werden können, muss jeder für sich selbst entscheiden, da gibt es kein Standardrezept!
  • Erfolgsfaktoren von Corporate Blogs: Kultur, Transparenz, Zeit, Dialog, Unterhaltungswert.

Was bringt’s ein Blog zu betreiben?

Meine persönliche Antwort: Ich mache das, weil ich gerne schreibe. Sehr gerne. In diesem Fall ist es ein fachliches Thema, die Schnittmenge zwischen PR und Internet. Als Business Blog würde ich „pr-trends“ trotzdem nicht bezeichnen – ich verdiene damit kein Geld und das ist auch nicht beabsichtigt.

Ich will viel mehr mit Gleichgesinnten (die durchaus oft anderer Meinung sein sollen!) in Kontakt kommen. Das gelingt auch schon recht gut. Denn zum Beispiel den Hannes würde ich sonst gar nicht kennen 😉

Das Ziel dieses Blogs ist: Austausch von Gedanken, von Ideen, von Regungen, und auch mal von Emotionen über das Internet.

29.05.2007. at 08:05 1 Kommentar

E-Commerce 2.0

„Während der digitale Raum im Web 1.0 lediglich als zusätzlicher Vertriebskanal gesehen wurde, geht es heute um Menschen und Beziehungen. Weblogs, Social Software, RSS, Podcasting etc. verändern Business und Gesellschaft und bringen neue Geschäftsmodelle hervor, so die Hoffnung der Marketingfachleute. Doch was hält die Realität? Wie sieht der Webshop der Zukunft aus? Wodurch werden Kunden angelockt?“

aus der Vorankündigung zur APA-Veranstaltung „Online-Shops im Web 2.0-Zeitalter – Antiquiert oder am Puls der Zeit?„.

Au weh. Jetzt also auch noch E-Commerce 2.0? Richtig ist, dass es bei Web 2.0 um Menschen und Beziehungen geht. Richtig ist auch, dass gute Beziehungen einem Unternehmen beim Verkaufen von irgendwas helfen. Aber kann’s das sein: Ein paar Web 2.0 Features einbauen (oder auch nur so tun als ob) und schon brummt der Verkaufsmotor?

Und richtig ist natürlich auch, dass Web 2.0 deutliche Auswirkungen auf Aktienkurse haben kann. Oder nein: Es ist nicht Web 2.0 selbst! Denn unbequeme Nachrichten haben sich schon immer auf das Geschäft ausgewirkt. Aber Web 2.0 macht diese Effekte schneller und sichtbarer.

Ich bin gespannt auf die APA-Veranstaltung. Ich bin neugierig, ob da wirklich jemand meint, man könne durch Web 2.0 „neue Kunden anlocken“. Oder ob ein etwas tiefer gehendes Verständnis der sich ändernden Internet-Nutzungsgewohnheiten und mögliche Zusammenhänge mit E-Commerce diskutiert werden.

24.05.2007. at 08:15 Hinterlasse einen Kommentar

1.002 Spams in 110 Tagen

Spam

Muss das sein? 1.002 Spams in 110 Tagen … Wenn da nicht Akisment (der automatische Spam-Killer von WordPress) wäre, könnte ich nicht bloggen. Aber auch so ist die Sache sehr lästig: Denn es kommt vor, dass sich echte Kommentare zwischen die Spams mischen (also fälschlich als Spam erkannt werden) und die muss man da mühsam raussuchen …

22.05.2007. at 13:28 Hinterlasse einen Kommentar

Veranstaltung: das neue netz?

Diesmal ein Veranstaltungs-Tipp für alle, die auch an der wissenschaftlichen Seite von „Web 2.0“ interessiert sind. das neue netz?, 20.-22.09.07 in Bamberg, Deutschland.

Das neue Netz? Bestandsaufnahme und Perspektiven

Einen praktischen Nutzen lässt die Vorankündigung der Veranstaltung erahnen: „… erscheint es sinnvoll, die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit den gegenwärtigen Entwicklungen im Internet ohne die Vorannahme eines “revolutionären Sprungs” zu führen und stattdessen zu untersuchen, inwieweit tatsächlich neue Nutzungspraktiken entstehen und inwieweit Verbindungen zu älteren Verwendungsweisen des Internet bestehen sowie welche individuellen und gesellschaftlichen Folgen sich aus dem möglicherweise nur inkrementellen Wandel ergeben.“

Mir gefällt, dass „Web 2.0“ hier nicht als vollkommen neues Internet begriffen wird, sondern als kontinuierliche Weiterentwicklung der Internet-Nutzung. Dass außerdem ein interdisziplinärer Zugang gewünscht wird, halte ich ebenfalls für vielversprechend.

Ich bin sehr gespannt auf die Beiträge (der Call for Paper ist abgeschlossen) zu dieser Veranstaltung – das Programm soll im Juli 2007 veröffentlicht werden.

22.05.2007. at 09:50 2 Kommentare

Blogger oder stiller Beobachter?

Jason Teitler (Porter Novelli New York) in einem PRVA-Interview über Bedeutung und Zukunft von Blogs:

„Ein gut gemachter Blog, der kompetente Informationen und Hilfestellungen bietet, kann dazu beitragen, Kunden an eine Marke zu binden. Vorausgesetzt natürlich, dass man seinen Lesern gegenüber offen ist und einen echten Dialog zulässt.
Denn genau darin liegt der Haken. Wer einen Dialog beginnt, muss auch bereit sein ihn zu führen. Das bedeutet, dass man auch einmal Kritik einstecken muss oder dass Themen angesprochen werden, die man selbst nicht so gerne öffentlich diskutieren möchte.“

und

„Es gibt Unternehmen, da passt ein Blog einfach nicht zur Unternehmenskultur oder zur Geschäftsstrategie.“

Wie wahr! Das ist der Knackpunkt, die entscheidende Frage für Corporate Blogs: Ist mein Unternehmen bereit, sich zu öffnen und aktiv an einem Online-Dialog teilzuhaben? Dann kann Bloggen das richtige Mittel sein.

21.05.2007. at 12:30 1 Kommentar

Internet-Verlierer klassische Medien

Österreichs Websites entwickeln sich höchst unterschiedlich: Im Jahresabstand weisen laut ÖWA rund die Hälfte der Websites Zuwächse bei den Unique Clients auf; die andere Hälfte hat hingegen teils auch stark verloren.

Entwicklung der Unique Clients (ÖWA, April 2007)

(Quelle: ÖWA. Es wurden nur Angebote, die sowohl im April 06 als auch im April 07 ausgewiesen haben, in den Vergleich aufgenommen. Alle Angebote, die jetzt als Vermarktungsgemeinschaft ausgewiesen werden sind mit dem Zusatz VG gekennzeichnet.)

Auffallend ist, dass sich unter den Verlieren relativ viele Websites „klassischer“ Medien befinden: ORF, Presse, NÖN, Krone, Falter, OÖ Nachrichten, Pro Sieben, Salzburger Nachrichten.

Machen die österreichischen klassischen Medien etwas falsch im Netz? Hat jemand eine Erklärung für diese Entwicklung?

14.05.2007. at 12:18 3 Kommentare

135.600 Blogger in Österreich

„Laut AIM (Austria Internet Monitor) schreiben 3% der österreichischen Internetuser Blogs. Bei 4.520.000 Internetusern ergibt das 135.600 Blogger. Mehr als doppelt so viele Internetuser lesen Blogs: 316.400.“

aus dem Blog von Martin Bredl

Austrian Internet Monitor Ergebnisse findet man bei integral und beim ORF.

10.05.2007. at 09:52 Hinterlasse einen Kommentar

Für interkuturellen Austausch

„Intercultural exchange programs teach young people all over the world, that our concerns are global. An exchange experience fosters mutual understanding that can help bridge our differences and lead to peace.“

Wenn’s nur so einfach wäre! Aber es ist ein Schritt …

http://www.exchanges4peace.org/

07.05.2007. at 21:25 Hinterlasse einen Kommentar

Erfolgsfaktor Kontrollverlust

In einem Beitrag von Werner Schuster auf medianet.at (edit vom 30.06.07: Da der medianet-Artikel nicht mehr erreichbar ist, hier ein nicht sehr schönes PDF des Beitrages, 80KB) werde ich zum Thema Web 2.0 aus PR-Sicht zitiert:

„freiwillige Kontroll-Zugeständnisse erhöhen den Handlungsspielraum und können ein wesentlicher Erfolgsfaktor sein“

Ja, genau! Das ist meine zantrale Aussage, immer wieder zu diesem Thema: Internet-User lernen, dass sie das Internet immer aktiver nutzen können, eben auch für den Zweck der Kommunikation. Wenn sich Organisationen darauf einlassen (und immer häufiger auch: darauf einlassen müssen!), dialogorientierte Öffentlichkeitsarbeit – auch und vor allem im Internet – zu betreiben, dann können sie einfach nicht mehr kontrollieren, wo sie das am Ende hinführt. Das heißt: Online-Dialoge führen quasi automatisch zu Kontrollverlust. Diese Internet-User reden uns drein!

Doch das ist nur auf den ersten Blick unschön. Wie wir schon bei James Grunig gehört haben: „building relationships – managing interdependence – is the essence of public relations. (…) Ironically, however, organizations maximize their autonomy by giving up some of it to build relationships with publics“ (Grunig, Larissa A. / Grunig, James E. / Dozier, David M. 2002: Excellent Public Relations and Effective Organizations: A Study of Communication Management in Three Countries. Lea’s Communication Series. New Jersey: Lea.: S. 10).

Warum also sind freiwillige Kontroll-Zugeständnisse ein Erfolgsfaktor in der PR-Arbeit? Eben weil es nur dadurch gelingt, Beziehungen zu den relevanten Teilöffentlichkeiten aufzubauen, damit einher gehen Vertrauen, Reputation und all diese schönen Dinge. Wenn wir unseren Dialogpartnern einen Teil der Kontrolle über Kommunikationsprozesse überlassen und wenn wir das gut machen, dann stehen die Chancen gut, dass wertvolle Beziehungen entstehen. Und wenn wir über solche Beziehungen verfügen, dann ist das wiederum die beste Voraussetzung dafür, dass wir auch vermitteln können, warum wir so handeln wie wir das tun. Unser Handlungsspielraum wird also größer.

Etwas verkürzt dargestellt wurde dieses Thema meines Vortrages auch in dieser Pressetext Austria-Aussendung.

07.05.2007. at 09:36 7 Kommentare


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