Archive for Juli, 2007

Empfehlungen für die digitale Strategie

Sehr lesenswert – eine aktuelle Deloitte-Studie aus Deutschland zu „Herausforderung Media 3.0“ (PDF, 561 KB). Darin geht es um Verlage und ihre digitalen Geschäftsmodelle.

Die wichtigsten Empfehlungen – zitiert aus Kapitel 7, S. 16 bis 19:

  1. Entwickeln und formulieren Sie eine klar verständliche Strategie, die Ihre Online- und Offline-Angebote sowie Mobilen Dienstleistungen berücksichtig, und beschreiben Sie konkret, welcher zusätzliche Wert sich durch die Vernetzung der angebotenen Dienste für Ihre Kunden ergibt.
  2. Fördern Sie Innovationen und richten Sie Ihre Organisation an den Bedingungen der Internet-Medienlandschaft aus.
  3. Entwickeln Sie ein noch tieferes Kunden- und Marktverständnis und reagieren Sie zeitnah auf sich ändernde Kundenbedürfnisse.
  4. Personalisieren Sie die Inhalte und haben Sie Mut, sich von Ihrem traditionellen One-to-Many-Geschäftsmodell zu verabschieden. […] Binden Sie Ihre Kunden ein und lernen Sie sie dadurch besser kennen.
  5. Die Marke ist ein zentrales Element im Internet. Nutzen Sie die Stärke Ihrer Marke, um neue Geschäftsfelder zu erschließen.

[via bwl zwei null]

31.07.2007. at 08:57 1 Kommentar

Online Video wird Mainstream

PEW Internet hat kürzlich eine Studie (Telefon-Interviews, Sample: 2.200 Erwachsene ab 18 Jahre, 15.2.-7.3.2007, USA) zu Online Videos veröffentlicht.

Wichtige Erkenntnisse – auch für Public Relations interessant:

  • Je jünger, desto höher ist die Video-Nutzung:  76% aller jungen (18- bis 29-jährigen) Internet-Nutzer sehen Online-Videos an bzw. laden diese herunter.
  • News-Videos (37%) führen in der Nutzung vor Fun-Videos (31%) und Musik- sowie pädagogischen Videos (je 22%).
  • virale Video-Verbreitung: 57% aller Video-Nutzer leiten interessante Video-Links an Freunde / Bekannte weiter.

Quelle und weitere Details: PEW – Online Video (PDF, 165KB)

30.07.2007. at 12:51 1 Kommentar

Gender & Blogging

Um etwas Sachliches dem „Blödsinn“ von gestern hinzuzufügen: Heute habe ich zufällig folgendes Paper im Journal of Computer-Mediated Communications (JCMC) entdeckt – Sarah Pedersen, Caroline Macafee: „Gender Differences in British Blogging„.

Im Abstract heißt es:

„This article asks whether blogging in the United Kingdom, which started later than in the United States, reproduces the gender differences in blogging behavior and the gender inequalities in recognition that have been observed in studies based largely on U.S. bloggers. A sample of 48 female and male British bloggers answered a questionnaire about their blogging practices and attitudes; data were also collected from their blogs and by means of online tools. For both sexes, blogging is mainly a leisure activity, and men and women find the same range of satisfactions in blogging. However, more women use blogging as an outlet for creative work, whether as a hobby or as a livelihood. The results support several reasons advanced in previous research for the lower public profile of women bloggers.“

(via Jan)

25.07.2007. at 08:38 1 Kommentar

Blödsinn!

Eugen, das kann nicht sein. Du schreibst:

„warum ist nach monatelanger recherchen zum thema web 2.0 kein einziges mal ein frauenname aufgetaucht? keine bloggerin, keine podcasterin“

Antwort 1: Du hast nicht gut recherchiert. Eine der bekanntesten Podcasterinnen im deutschen Sprachraum ist Annik RubensLarissa Vassilian mit „Schlaflos in München„. Check that out!
Antwort 2: Bloggerinnen gibt’s wohl wirklich einige! Sehr bekannte Beispiele aus Österreich: Daniela Terbu und Brigitte Jank. Check that out!

und dann schreibst du noch:

„im internet haben frauen endlich die möglichkeit zu zeigen was sie können. hier ist gibt es die immer geforderte gleichberechtigung.“

… meinst du das wirklich?!? Glaubst du, soziale (Macht-)Mechanismen werden einfach außer Kraft gesetzt, weil es ein neues Medium gibt? Bitte lies nach. Zum Beispiel hier (da gibt’s sicher noch 1.000e andere Quellen).

Zusammenfassend: Ich sehe, es gibt Frauen im Web 2.0. Es gibt aber – so weit hast du Recht – ein Ungleichgewicht, es gibt sehr viel mehr Männer. Warum das so ist?

Dazu ein Veranstaltungs-Tipp – vielleicht gehen wir hin und lernen Frauen, die sich mit Web 2.0 beschäftigen, kennen:

Donnerstag, 26.7.2007, Haus der Musik, 1010 Wien, ab 18:30 Uhr.

Web 2.0 trägt Dreitagesbart – Sind Männer auch im Internet die besseren Selbstdarsteller?

24.07.2007. at 15:35 5 Kommentare

Das neue Netz? Programm online

Jan Schmidt hat heute das Programm zur hier angekündigten Veranstaltung „Das neue Netz?“ veröffentlicht.

Das neue Netz? Bestandsaufnahme und Perspektiven

[edit 24.07.2007]

Drei Programm-Punkte möchte ich herausgreifen, die mir besonders interessant erscheinen:

  • Leonhard Reinecke & Sabine Trepte (Hamburg):
    Privatsphäre 2.0: Konzepte von Privatheit, Intimsphäre und Werten
    im Umgang mit user-generated-content
    -> Ich glaube, das ist einer der zentralen Punkte im Web 2.0, an den jeder früher oder später gerät: Wie viel von mir zeige ich im Web? welche Seiten? Private, berufliche? Andere als sonst üblich? Was sind die Folgen? Viele Fragen aus meiner Sicht. Ein theoretischer Ansatz würde mich interessieren.
  • Tina Guenther (Düsseldorf) & Guido Möllering (Köln):
    Wie man Vertrauen Online untersuchen kann – ein Forschungsansatz und
    Forschungsprogramm zur Untersuchung von Vertrauen im Netz
    -> Deshalb müsste ich eigentlich nach Bamberg fahren (leider, es ist unwahrscheinlich. Ich werde zu dem Zeitpunkt einen neuen Job und viel Arbeit haben und bin nicht sicher, ob die mich gleich weglassen). Jedenfalls ist das genau der Punkt, an dem ich mit meiner Dissertation „Dialogorientierte Websites“ gerade „hänge“.
  • Florian L. Mayer & Steffen Blaschke (Bamberg):
    Kollaboration 2.0 – Wikis als neue Genres in Internet und Organisationen
    -> Ja, das ist genau der Teil, der für meinen neuen Job interessant wäre – denn ich habe da die Aufgabe, ein Intranet so zu formen, dass es die Zusammenarbeit von über mehrere Länder verteilten Büros vereinfacht … vielleicht ist das ein Argument, dass ich doch nach Bamberg fahren kann? 😉

[/edit]

23.07.2007. at 22:49 1 Kommentar

Große Gewinner, große Verlierer

Österreichische Websites entwickelten sich im Juni 2007 höchst unterschiedlich. Gemessen an den Unique Clients (UC) waren die reichweitenstärksten (über 1 Mio. UC) Gewinner (Veränderung jeweils zum Juni 2006):

Die größten Verlierer (über 700.000 UC) hingegen:

Gesamtliste als PDF: ÖWA: Unique Clients – Vergleich Juni 2007 / Juni 2006

(Quelle: ÖWA und werbeplanung.at, eigene Darstellung. Es wurden nur Dachangebote (DA) und Einzelangebote (EA), die sowohl im Juni 06 als auch im Juni 07 ausgewiesen haben, in den Vergleich aufgenommen.)

zum Vergleich April 2007: Internet-Verlierer klassische Medien

19.07.2007. at 11:42 Hinterlasse einen Kommentar

Web 2.0 Krone!

Die Krone setzt sich selbst die Web 2.0 Krone auf:

„Krone.at […] erweitert seine Features und bietet ab sofort die Möglichkeit, die aktuellen Nachrichten im Internet direkt mittels „Storypostings“ zu kommentieren. Damit setzt Krone Multimedia, Betreiberin von Krone.at, ihre Web 2.0-Strategie konsequent fort und bietet nun neben dem Talksalon, dem Online-Forum von Krone.at, noch mehr Möglichkeiten der Leserbeteiligung.“ (aus der Presseaussendung).

Bist du narrisch! Da muss es natürlich gleich tosenden Storyposter-Applaus geben:

Krone Storyposting

17.07.2007. at 12:02 3 Kommentare

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