Web neu denken

09.10.2007. at 08:51 6 Kommentare

Dass die klassische Firmenwebsite ausgedient hätte, glaube ich nicht. Ich halte sie sogar für einen immer wichtigeren Ort, an dem Unternehmen mit allen möglichen Personen interagieren.

Interaktion heißt aber immer weniger: Das Unternehmen stellt sich dar und die LeserInnen (sic!) lesen. Das gehört zwar sehr wohl auch dazu, kann aber nur Teil einer Firmenwebsite sein. Denn, das ist die Binsenweisheit des Web 2.0, LeserInnen werden zu UserInnen und wollen sich untereinander und auch mit Vertretern von Organisationen austauschen (Original-Beitrag auf Englisch).

Das heißt also, die klassische Unternehemnswebsite muss erweitert werden, muss sich den Bedürfnissen der UserInnen anpassen, ansonsten wird sie einfach nicht mehr besucht. Einige versuchen das, indem sie beispielsweise Blogs mit mehr oder weniger Bezug zum Unternehmen betreiben (beide Beispiele halte ich für gelungen!). Andere versuchen es mit einem Engagement an anderen Web-Orten, z.B. in Second Life oder MySpace.

Was genau für eure eigene Organisation passt, das hängt in aller erster Linie von den (Teil)Öffentlichkeiten ab, mit denen ihr verbunden seid oder sein wollt. Schaut euch an, wie eure UserInnen das Web nützen (PDF)! Was sie im Internet machen und machen wollen. Und dann denkt eure Web-Aktivitäten neu.

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Entry filed under: Blogs, Online-PR, PR-Trends, Web 2.0.

Europa Mitmach-Netz

6 Kommentare Add your own

  • […] Christian Burger gibt damit eine sehr treffende Antwort auf die einleitende Frage. Um sich seine Web-Aktivitäten neu ausdenken zu können, muss ich aber auch seine technischen, vor allem aber sozialen Möglichkeiten kennen, verstehen und akzeptieren. […]

  • 2. Matthias  |  09.10.2007. um 19:50

    Gerade Engagements in Second Life oder auf MySpace könnte man aber auch als Beleg für die Richtigkeit der von Christian Henner-Fehr zitierten Thesen heranziehen.

    Das Problem (insbesondere kleinerer Firmen) wird nämlich sein, auf Dauer über die eigene Website tatsächlich mit der Öffentlichkeit in Kontakt zu kommen (egal wie interaktiv diese gestaltet ist).

    In einigen Fällen mag es deshalb sinnvoll sein, die Debatten nicht auf dem eigenen Webspace anzubieten, sondern dort hin zu gehen, wo schon sehr viel Traffic ist und man seine Zielgruppe auch findet. Und das sind dann die von Jeremiah zitierten Social Networks bzw. Plattformen.

  • 3. christianburger  |  10.10.2007. um 08:05

    @Matthias: Du hast vollkommen Recht, es ist für Firmen und Organisationen vernünftig, im Web dorthin zu gehen, wo sich die eigenen Zielgruppen aufhalten. Und dort zu interagieren.
    Trotzdem: Gerade auch dann halte ich eine überlegte eigene Internet-Präsenz (die durchaus sehr klein und leistbar sein kann) für vernünftig: Einerseits zur Klärung der Frage, wer man ist und welche Ziele man verfolgt. Andererseits auch – und das ist die Erweiterung zur klassischen Firmenwebsite – als Wegweiser, wo im Netz man (inter-)aktiv ist.

  • 4. Christian Henner-Fehr  |  10.10.2007. um 11:51

    Um noch einmal das Zitat von Jeremiah Owyang in Erinnerung zu rufen: „“The corporate website of the future will be a credible source of opinion and fact, authored by both the corporation and community. The result? A true first-stop community resource where information flows for better products and services.”

    Es geht um Veränderungen auf der eigenen Internet-Präsenz, nicht um die Abschaffung derselben. Davon ist weder bei Owyang noch bei mir die Rede. Und eigentlich beschreibst Du, Christian, genau das, was Owyang in seinem Beitrag auch sagt. Insofern verstehe ich den Widerspruch nicht ganz, der aus Deinem ersten Satz herausklingt? Oder verstehe ich was falsch?

  • 5. christianburger  |  10.10.2007. um 14:53

    @Christian: Ist eh kein Widerspruch! Ich hab die schlechte Angewohnheit manchmal Dinge überscharf zu formulieren, um Diskussionen zu provozieren.

    Zusammenfassend kann ich ganz kurz darstellen, was mein Argument ist:
    1) Ich glaube, Organisationen tun gut daran, eine eigene Website zu betreiben.
    2) Mit „klassischen“ Websites (ein paar html-Seiten mit Info, die selten mal aktualisiert wird) ist es nicht getan.
    3) Ohne Info über die eigene Organisation (wer steckt dahinter, welche Ziele werden verfolgt, etc.) ist es auch nicht getan.
    4) Welche Form der Interaktion, des Dialoges man wählt – und ob sich diese mehr oder weniger auf der eigenen Website abspielt – hängt von vielen Faktoren ab: Ressourcen, die zur Verfügung stehen, kulturellen Aspekten, Zielgruppen, etc.

  • 6. Christian Henner-Fehr  |  10.10.2007. um 15:45

    Alles klar. Deinen Punkten kann ich, wie gesagt, voll zustimmen. Wichtig scheint mir darüber hinaus zu sein, dass diese Veränderung im Umgang mit dem Web in der Regel auch mit Veränderungen in der Unternehmenskultur einhergehen. Und mit „einhergehen“ meine ich, dass hier ein Wechselspiel stattfindet, also nicht die Technologie verändert die Unternehmenskultur oder andersrum, sondern die Veränderungen bedingen einander.

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