Aus PR-Sicht: Der ÖAMTC YouTube Channel

01.03.2010. at 19:59 Hinterlasse einen Kommentar

Bislang hat der ÖAMTC auf YouTube 34 Videos in seinem eigenen ÖAMTC-TV Channel veröffentlicht.

YouTube kann man ja aus PR-Sicht als einen weiteren Broadcasting-Kanal sehen, d.h. zum monologischen Verbreiten von Informationen benützen. Im Vergleich zu klassischem Fernsehen (btw: da ist ja auch die TV-Bezeichnung im ÖAMTC-Channel!) ist dabei ein direkter Weg zum Publikum möglich, ohne Umweg über den Journalismus.

5 Kommentare

Andererseits bietet YouTube auch ein paar dialogorientierte Features, d.h. es ist möglich, dass Broadcaster und User in einen Dialog treten. Jetzt habe ich mal geschaut, wie viele Kommentare es zu den vom ÖAMTC veröffentlichten Videos gibt. Ergebnis: 5 !!! Und davon 3 beim Video zur iPhone App Billig Tanken. Das heißt: Weitgehend kommt es zu keinem Dialog zwischen ÖAMTC und Nutzern. Warum?

Die Masse fehlt

Schauen wir uns zunächst die Views der einzelnen ÖAMTC-Videos an: Die einzelnen Beiträge wurden zwischen 16 und 2.626 Mal angeklickt. Das ist nicht gerade berauschend, wenn man bedenkt, dass der ÖAMTC 1.650.000 Mitglieder hat und immerhin 719.074 Unique Clients (ÖWA, Jänner 2010) auf seinen Websites verzeichnet.

Angesichts der geringen Besucherzahl auf dem YouTube-Channel ist es nicht verwunderlich, dass kein nennenswerter Dialog zustande kommt: Denn nur ein Bruchteil der Rezipienten im Web 2.0 wird auch selbst als Kommunikator aktiv, selbst wenn es diese Möglichkeit gibt.

Die Masse fehlt nicht

Aber das stimmt ja alles nicht! Auf YouTube gibt es – abseits des ÖAMTC-Channels ganz schön viele Videos, eben solche, die von Usern selbst erstellt werden. Eine Suche nach „ÖAMTC“ wirft gleich mal 514 Ergebnisse aus. Hauptsächlich sind das Videos zu den Themen Hubscharauber/Christophorus (Beispiel) und Fahrtechnik/Fahrsicherheit (Beispiel). Teilweise haben die User-Videos richtig viele Views (bis zu 91.000) und auch viele Kommentare.

Dialog-Möglichkeiten

Wenn der Dialog zwischen ÖAMTC und der YouTube-Öffentlichkeit ein PR-Ziel ist, so gibt es aus meiner Sicht 2 Ansatzpunkte, die auf der Hand liegen: Einerseits könnten ÖAMTC-Website und ÖAMTC YouTube Channel viel stärker miteinander verknüpft werden; zum Beispiel ganz einfach dadurch, dass YouTube Videos in die ÖAMTC-Website eingebunden werden (so geschehen beim bisher meist besuchten Video). Andererseits könnte der ÖAMTC die User dort abholen, wo sie sind – auf YouTube, aber nicht auf dem eigenen ÖAMTC Channel. Vielleicht freut sich der eine oder andere ÖAMTC-Fan, wenn er angesprochen wird – per Kommentar zum eigenen Video oder durch einen Video-Wettbewerb?

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Entry filed under: ÖAMTC, Online-PR, PR-Trends, Social Media, Web 2.0, YouTube.

Der ÖAMTC im Social Web – eine Bestandsaufnahme Social Media Policy – ein Widerspruch

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